Open Source Factory

Code of Conduct

Open Source Board Dortmund

Version 0.1 – Entwurf zur Diskussion

1. Präambel

Das Open Source Board Dortmund ist ein offenes, gemeinwohlorientiertes Gremium, das Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbringt. Unser gemeinsames Ziel ist die Förderung von Open-Source-Software (OSS) und Digitaler Souveränität in Dortmund. Dieses Vorgehen erfordert eine Kultur des gegenseitigen Respekts, der konstruktiven Zusammenarbeit und der Transparenz.

Dieser Code of Conduct gilt für alle Beteiligten – unabhängig von ihrer Rolle, Organisation oder ihrem Hintergrund – bei allen Aktivitäten des Boards: in Treffen, auf digitalen Kommunikationskanälen und bei Veranstaltungen.

2. Unsere Werte

Offenheit. Wir arbeiten transparent und teilen Informationen, Ergebnisse und Entscheidungen offen mit der Gemeinschaft – im Sinne von „Public Money, Public Code”.

Respekt. Wir begegnen uns auf Augenhöhe. Jede Perspektive – ob aus Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft oder Wissenschaft – wird gleichwertig gehört.

Gemeinwohlorientierung. Unsere Arbeit dient dem Gemeinwohl der Stadt Dortmund und ihrer Menschen, nicht den Partikularinteressen einzelner Organisationen.

Konstruktivität. Wir kritisieren Ideen, nicht Personen. Meinungsverschiedenheiten sind Teil eines gesunden Diskurses – sie werden sachlich und lösungsorientiert ausgetragen.

Nachhaltigkeit. Wir streben nach langfristigen, belastbaren Strukturen statt nach kurzfristigen Aktionismus.

3. Erwartetes Verhalten

  • Aktiv zuhören und andere ausreden lassen.
  • Konstruktives Feedback geben und annehmen.
  • Eigene Interessen und potenzielle Interessenkonflikte transparent offenlegen.
  • Entscheidungen des Boards mittragen – auch wenn die eigene Position nicht mehrheitsfähig ist.
  • Vertraulich behandelte Informationen nicht nach außen tragen.
  • Die Diversität der Teilnehmenden als Stärke begreifen und aktiv fördern.

4. Inakzeptables Verhalten

  • Diskriminierung, Belästigung oder Einschüchterung jeder Art.
  • Persönliche Angriffe, abwertende Kommentare oder respektloses Verhalten.
  • Missbrauch der Boardzugehörigkeit zur Förderung eigener kommerzieller Interessen zu Lasten des Gemeinwohls.
  • Verbreitung von Fehlinformationen oder gezieltes Zurückhalten relevanter Informationen.

5. Umgang mit Interessenkonflikten

Alle Board-Mitglieder legen potenzielle Interessenkonflikte zu Beginn eines Tagesordnungspunkts offen. Bei unmittelbaren persönlichen oder wirtschaftlichen Interessen enthält sich die betroffene Person der Abstimmung zu diesem Punkt. Dies wird im Protokoll vermerkt.

6. Compliance

Bei Verstößen gegen diesen Code of Conduct spricht zunächst die Vorsitzperson (oder ein anderes Board-Mitglied bei Beteiligung der Vorsitzperson) die betroffene Person direkt an. Wiederholte oder schwerwiegende Verstöße können zur Suspendierung der Teilnahme am Board führen – dies erfordert eine einfache Mehrheitsentscheidung der übrigen Mitglieder.

7. Geltungsbereich und Überarbeitung

Dieser Code of Conduct wird mindestens einmal jährlich im ersten Quartal überprüft und bei Bedarf angepasst. Änderungsvorschläge können von allen Board-Mitgliedern eingebracht werden.

Verabschiedet durch das Open Source Board Dortmund | Version 0.1